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Bei unserem Israel-Urlaub buchten wir über unser Hotel 75 in Tel Aviv einen Tagesausflug nach Masada und ans Tote Meer.
Diese Tour führte uns zunächst in den Masada Nationalpark.

Masada

Die ehemalige jüdische Festung Masada liegt auf einem Tafelberg zwischen Totem Meer und Judäischer Wüste. Sie gilt als Symbol der Freiheit Israels. Einst kämpften hier die Juden verzweifelt und letztlich erfolglos gegen den Ansturm der römischen Besatzer.
Zur Uferseite des Toten Meeres steigt die steile Felswand etwa 400 Meter an. Um auf den Berg zu gelangen, gibt es zwei begehbare Wege: der Schlangenpfad auf der Ostseite und der Weg über die Römerrampe auf der Westseite. Wir hatten uns zum Glück für die Drahtseilbahn entschieden – Hitze und Zeit ließen ohnehin nichts anderes zu. 😉
Die Aussicht auf das Tote Meer sowie die Wüste Negev ist bereits von der Seilbahn aus atemberaubend. Sie ist täglich außer freitags von 8 bis 16 Uhr geöffnet.

Die Ruinen und Festungsmauern auf dem Berg stammen größtenteils aus den dreißiger Jahren des ersten Jahrhunderts v. Chr. Der Rundgang über das 300 mal 600 m große Gipfelplateau führt zu den Überresten der Palastmauern und Wachtürmen, Wohn- und Lagerhäusern sowie weiteren achäologischen Funden. Hier findet man auch mosaikgeschmückte Badehäuser und Thermen sowie mit Wandmalereien verzierte Innenwände des historischen Palastes.
Masada wurde 2001 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Totes Meer Panorama

Auf der Rückfahrt stand dann endlich der Badestopp am Toten Meer an – bei 35 Grad im Schatten die lang ersehnte Abkühlung. Wir steuerten hierfür den Kalia Beach im Nordwesten des Meeres an. Doch bevor wir uns ins Wasser begaben überraschte uns noch die Information, dass wir uns hier auf 430 Metern unter dem Meeresspiegel befanden. Wow, damit hatten wir nicht gerechnet, sooo tief?!

Diese Tatsache wird dort natürlich entsprechend “ausgeschlachtet”. So befindet sich im Meer ein Schild “The Lowest Point On Earth” – ein Foto-Hotspot für jeden Badenden. Danach ließen wir es uns natürlich auch nicht nehmen, ein, zwei Bierchen an der “Lowest bar in the world” zu genießen. 😉

Das Tote Meer hat einen durchschnittlichen Salzgehalt ca. 30% – zum Vergleich: im Mittelmeer liegt der Salzgehalt bei etwa 3%. Die oft kolportierte Behauptung, dass dies das weltweit salzigste Gewässer sei, stimmt allerdings nicht. Auf unserer Reise nach Chile schwebten wir u.a. in der Laguna Cejar, die einen Salzgehalt von über 40% hat, übers Wasser.
Aber das Salz war natürlich nicht der einzige Grund für unseren Besuch dieses sehenswerten Ziels. Wir wollten es einfach sehen, solange es noch nicht wirklich “tot” ist. Der Wasserspiegel sinkt nämlich jedes Jahr um etwa einen Meter. Für Besucher wird der Weg über den Strand zum Meer damit immer länger. Versorgt wird das Tote Meer durch Regen und den Fluss Jordan. Allerdings zweigen seit Jahren angrenzende Nachbarländer das Wasser aus dem Jordan ab, so dass nicht mehr ausreichend Wasser das Tote Meer überhaupt erreicht.
Bleibt zu hoffen, dass dies sich bald wieder ändert. Damit dieser fantastische Salzsee noch lange zu erleben bleibt!



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"Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon."
Aurelius Augustinus.

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