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Der rund 11.000 km² große Chobe Nationalpark im Nordosten des Landes ist eine der bedeutendsten Touristenattraktionen Botswanas. Seinen Namen verdankt der Park dem Fluss Chobe, der die nördliche Grenze des Gebietes bildet. An den Flussufern findet man häufig Elefantenherden, die sich dort zum Trinken einfinden oder Hippos, die ein Bad nehmen. Vor allem während der Trockenzeit findet man hier die meisten Elefanten in ganz Afrika.
Wir kamen von Kasane aus dem Vierländereck Botswana, Zambia, Namibia und Zimbabwe und begaben uns gleich auf eine Bootsfahrt mit Sundowner in den frühen Abendstunden. Und diese war bestimmt eines der absoluten highlights unseres 3-wöchigen Afrikatripps.

Zunächst machte uns der Guide stets auf die vielen bunten Vögel (über 450 Vogelarten im Nationalpark) aufmerksam, die zugegebenermaßen schön waren und auch nicht alle Tage zu sehen sind. Doch wir hielten Ausschau nach Hippos und Elefanten – sollte es genau hier doch übermäßig viele geben. Vorbei noch an einem 2 m großen Krokodil, dem wir uns mit dem Boot bis auf wenige Meter näherten – „es schläft und stellt für uns keine Gefahr dar …“ – kamen wir endlich in den Genuss, eine größere Elefantenherde am Ufer zu sehen.

Wir waren begeistert! Große und kleine Tiere standen dort, um zu trinken und zu baden. Doch dann geschah etwas, das wir nicht erwartet hätten und was man so vermutlich auch nicht oft zu sehen bekommt: die Elefanten schwammen durch den Chobe. Ja, Elefanten können schwimmen! Manchmal sahen wir nur noch deren Rüssel, die wie das Teleskop eines U-Bootes noch aus dem Wasser herausragten. Fantastische Momemte, über die wir sehr vergnügt waren. 🙂

Und während wir derart gebannt auf dieses Spektakel konzentriert waren bahnte sich schon das nächste Erlebnis der besonderen Art an. Offenbar kreuzten wir mit unserem Boot den Weg, den sich gerade ein Nilpferd ausgesucht hatte, um den Fluss zu durchqueren. Unsere kurze Unaufmerksamkeit – das Tier hätte es wohl mit „Unverschämtheit“ beschrieben – verärgerte das Nilpferd derart, dass es sein Maul 180 Grad weit aufriss. Natürlich zogen wir uns zurück und behielten es weiter im Auge. Welch ein Moment auch dieser! Wann gelingt es einem schon, derartige Bilder zu machen?

Es fanden sich noch weitere Hippos ein, um auf die andere Seite des Chobe zu gelangen.
Überaus zufrieden mit unserer tollen Bootsfahrt fuhren wir zum Schluss noch in den Sonnenuntergang hinein. Mit Getränk in der Hand und spektakulären Erinnerungen im Kopf.
In diesem Moment konnte ich nachvollziehen, was ein Forumsteilnehmer meinte, als er sagte „wenn Du die Wahl hast zwischen Viktoriafällen und Chobe River nimm auf jeden Fall den Fluss“. Zum Glück mussten wir uns nicht entscheiden, sondern durften beides erleben.

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