Dresden hat seinen Ruf als „Elbflorenz“ durch seine restaurierten Sehenswürdigkeiten vollkommen verdient. Dadurch, dass diese nah beieinander liegen, kann man sich in einem Tag bequem einen guten Überblick verschaffen.
Einen ersten Eindruck erhält man gut von der Aussichtsplattform der Frauenkirche. Für 8,- Euro sind wir dafür mit dem Aufzug nach oben gefahren und konnten auf den letzten Metern der Wendelrampe einen Blick in die mit Gemälden ausgeschmückte Innenkuppel werfen. Die Kirche selbst war wegen einer Hochzeit nicht zugänglich. Aber schon das barocke Wunderbauwerk mit der steinernen Kuppel ist ein highlight. Oben auf 67 m angekommen genossen wir den Blick über Dresdens Panorama. Es kam uns sehr übersichtlich vor, dabei ist Dresden „größer als München“, wie eine Einheimische meinte – flächenmäßig größer; die etwa eine halbe Million Einwohner verteilen sich dabei großzügig.
Wenige Meter von der Frauenkirche entfernt geht man entlang des Fürstenzugs, ein 102 m langes und 7 m hohes beeindruckendes Wandbild aus 24.000 Meißner Porzellanfließen. Es erzählt die Geschichte des sächsischen Herrscherhauses der Wettinger mit dessen Königen und Fürsten von 1123 bis 1904.
Vorbei an der imposanten Hofkirche steht man auch schon am Theaterplatz. Hier findet man das, was viele zuerst mit Dresden in Verbindung bringen. Das Areal wird beherrscht von der mächtigen Semperoper mit ihrer festlichen Fassade.
Sie gehört absolut zum Pflichtprogramm eines Besuchs in Dresden. Zählt sie doch zu den schönsten Musiktheatern Europas. Weiterlesen »
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Der Etosha Nationalpark ist ein 22.275 km² großer Nationalpark im Norden von Namibia und bedeutendstes Schutzgebiet des Landes. Der Etosha Nationalpark gehört zu den großen Tierreservaten der Erde und gilt als einer der herausragenden Wildparks Afrikas. Er beherbergt eine sehr große Vielfalt an Großtierarten – über 130 Säugetierarten. Man findet hier bis auf Krokodile, Flusspferde, Wasserböcke und Büffel nahezu alle Großtierarten des südlichen Afrika. Zahlreiche angelegte Wasserstellen bilden die Lebensgrundlage für den Tierbestand in Etosha. Und diese bieten für die Besucher sehr gute Möglichkeiten zur Beobachtung der Tiere. Elefanten, Giraffen, Zebras, Springböcke, Gnus, Kudus, Strauße, Schakale, Oryxantilopen und sogar ein Nashorn konnten wir dort beobachten.
Der Etosha Nationalpark ist das ganze Jahr über befahrbar. Allerdings ist die beste Zeit um Tiere zu beobachten zwischen Mai und September. Zu dieser Zeit herrscht die Trockenperiode und somit sind viele Tiere an den Wasserstellen und der Etosha-Pfanne zu bestaunen.
Im Zentrum des Parks befindet sich die etwa 5.000 km² große Etosha-Pfanne. Es ist eine trockene Salzpfanne, die sich nur in seltenen niederschlagsreichen Jahren mit Wasser füllt. Diese Salzpfanne ist umgeben von Gras- und Dornsavannen, Buschland und Trockenwald. Am eindrucksvollsten ist sie vom Etosha Lookout zu bewundern – unendliche Weiten!
Der Park ist das ganze Jahr geöffnet und über vier Tore zu erreichen: das Andersson’s Gate im Süden, das Lindequist Gate im Osten, das wenig genutzte Nehale-Iye-Mpingana Gate im Nordende und seit 2011 ist auch das Galton Gate im Westen geöffnet, über welches zuvor nur namibische Reiseführer mit Spezialgenehmigung Zutritt hatten. Heute ist es mit bestätigter Buchung im Dolomite Camp für den Tourismus geöffnet. Dort sind wir rein. 🙂 Weiterlesen »
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Das einsame Kaokoveld (Kaokoland) im Nordwesten Namibias mit der Distrikthauptstadt Opuwo zählt zu den besonders unberührten Regionen Namibias. Die Himba, eines der wenigen noch existenten Naturvölker, leben als Halbnomaden im Kaokoveld in Clans von bis zu 50 Personen zusammen. Dieses Nomadenvolk zählt etwa noch 8.000 bis 12.000 Menschen und ist eines der letzten noch weitgehend ursprünglich lebenden in Afrika. Das wollten wir uns auch mal anschauen.
Das Opuwo Country Hotel bietet geführte Ausflüge zu einem authentischen Himba Dorf an. Dabei werden immer wieder andere Dörfer zum Besuch ausgewählt. Nach Ankunft beim Kral sollten wir zunächst beim Auto bleiben und warten, bis unser Guide vom Dorfältesten die Erlaubnis erhalten hatte, dass wir willkommen waren. Zur Begrüßung gab er uns noch „moro moro“ („hallo“) mit auf den Weg. Zunächst waren nur wenige Frauen anwesend. Sie kamen nach und nach von ihrer Feldarbeit zurück. Sie bestellen die Felder, bauen das Haus, kümmern sich um die Kinder und den Lebensunterhalt. Männer sahen wir außer dem Dorfältesten zunächst noch keine – sie verbringen die meiste Zeit mit den Rinderherden, ihrem wichtigsten Besitz.
Zu Beginn trauten wir uns noch nicht so recht zu fotografieren – die meisten Anwesenden waren ja „halbnackt“. Doch wir wurden dazu freundlich aufgefordert und bedankten uns recht herzlich dafür. Was wir dann erlebten bekommt man ja auch nicht alle Tage zu sehen.
Himbas legen aufgrund ihrer Tradition und Kultur großen Wert auf Haartracht und Schmuck. Besonders auffällig ist die rote fettige Paste, mit der sich die Frauen einreiben, die ihnen die charakteristische rote Hautfarbe verleiht, und vor dem heißen und trockenen Klima des Kaokovelds schützt.
Neben dieser charakteristischen Hautfärbung fallen auch die Frisuren extrem auf. Sobald die Mädchen in die Pubertät kommen, werden ihre Haare zu vielen kleinen Zöpfen geflochten (oftmals wird dabei künstliches Haar verwendet), mit einer Paste eingerieben und mit Leder und Perlen geschmückt. Über die Frisur ist der soziale Status erkennbar. Die traditionelle Kleidung der Himbafrauen besteht nur aus einem Lendenschurz. Dazu tragen sie sehr viel Schmuck, Halsketten, Arm- und Fußreifen, die sehr kunstvoll gefertigt sind. Am Fußschmuck kann man sehen, ob die Frau mehr als ein Kind hat. Weiterlesen »
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Das Sossusvlei, eine einzigartige Landschaft aus Dünen, Lehmböden und Bäumen, gehört absolut zum Pflichtprogramm eines Besuches in Namibia. Die von mächtigen Sanddünen umschlossene Salz-Lehmpfanne liegt in der Namib-Wüste und ist Teil des Namib-Naukluft-Nationalparks. Die Dünen erreichen teilweise Höhen von 350 m und gehören damit zu den höchsten der Welt. Ihre orange Farbe erhalten die Dünen durch Eisenoxid gefärbten Sand. Je intensiver der Rotton einer Düne leuchtet, desto älter ist sie.
Die Anreise zum Sossusvlei erfolgt über Sesriem, wo sich der Eingang zum Nationalpark befindet. Die Entfernung zum Vlei beträgt von hier aus 65 km. Das Gate öffnet bei Sonnenaufgang und schließt bei Sonnenuntergang. Wir sind am späten Nachmittag von unserer Unterkunft „Sossus Dune Lodge“ aufgebrochen. Diese liegt bereits im Park und dadurch hatten wir das Glück, die rote Dünenlandschaft noch zum Sonnenuntergang besteigen zu dürfen. Ein immenser Vorteil, da man noch nach allen anderen Besuchern im Vlei ist.
Einen ersten Probeanstieg führten wir bei der Düne 45 durch. Sie verdankt ihren Namen dem Umstand, dass sie genau 45 km vom Parkeingang entfernt liegt. Dass sie auch nahe an die Straße heranreicht bringt ihr die meisten Besucher. Auch wir legten hier unseren ersten Testlauf hin. Schritt für Schritt kämpften wir uns die Düne hinauf. Was unten noch einigermaßen leicht aussah, hatte sich bald zur qualvollen Tortur entpuppt – drei Schritte vor, zwei zurück. Weiterlesen »
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Der Bosporus – die vielleicht schönste Meerenge der Welt – teilt Istanbul in einen europäischen und einen asiatischen Teil. Er verbindet auf einer Länge von ca. 32 km das Schwarze Meer mit dem Marmarameer. Auf einer Breite von 660 bis 3.200 m befahren täglich bis zu 150 Frachtschiffe die Meerenge. Über den Bosporus führen zwei Hängebrücken, die Europa mit Asien verbinden: Bosporus-Brücke (1973) und die Fatih-Sultan-Mehmet-Brücke (1988).
Eine Bootsfahrt auf dem Bosporus gehört zum absoluten Pflichtprogramm eines Besuches in Istanbul. An den Anlagestellen am Goldenen Horn, v.a. der Galata-Brücke, kann man bei mehreren Linien verschiedene Fahrten buchen. Wir hatten uns aus Zeitgründen für eine etwa 2-stündige Bootstour (ca. 5 Euro) entschieden, welche die europäische Seite Richtung Schwarzes Meer bis zur Fatih-Sultan-Mehmet-Brücke und von dort am asiatischen Ufer entlang zurück führte. Auf den Linien bekommt man interessante Erklärungen über Lautsprecher sowie Tee.
Kleine Dörfer, Parkanlagen, prachtvolle Villen und Paläste säumen das Ufer an beiden Seiten. Der Bosporus bietet eine Vielzahl historischer Bauwerke an seinen Ufern. Obwohl die Hügel auf beiden Seiten des Bosporus kaum mehr als 200 m hoch sind, bietet sich dem Besucher eine einzigartige Landschaft mit Klippen, schroffen Küstenabschnitten, grün bewachsenen Abhängen und Buchten in denen kleine Dörfer fast wie vergessen liegen. Zunächst geht es nach Besiktas, vorbei am Leanderturm und dem letzten Sultanspalast Dolmabahce. Kurz hinter Besiktas kreuzt die Fähre die 70 m hohe Bosporus-Brücke und verlässt den innerstädtischen Bereich. Direkt entlang des Ufers kann man nun die prächtigen Paläste und Villen bestaunen, die Sultane, Großwesire und andere hohe Würdenträger der Osmanen hier bauen ließen. Weiterlesen »
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