Auf einem 12 m hohen Felsplateau über dem karibischen Meer an der Riviera Maya thront die alte Maya-Siedlung Tulum. Anders als alle anderen bekannten Maya-Fundstätten liegt Tulúm direkt am Meer. Es dürfte somit dank seiner strategisch günstigen Lage ein wichtiger Handelsknotenpunkt der Maya gewesen sein.
Tulúm erstreckt sich auf einem 160 x 380 m großen Areal. Die Stadt ist an drei Seiten umgeben von einer gut erhaltenen Mauer mit fünf Eingängen. Im Inneren des Areals befinden sich die Überreste zahlreicher Tempel, Paläste und Häuser. Einige Ruinen zeigen noch farbenprächtige Reliefs.

Hauptbauwerk von Tulúm ist das Castillo, das sich über alle anderen Bauwerke erhebt. Es bewachte nicht nur die Stadt, sondern diente auch den Schiffen der Maya als Leuchtturm. Neben dem Schloss liegt der „Templo del Dios Descendente“ („Tempel des Herabsteigenden Gottes“). Benannt ist er nach einer Figur, die das Symbol einer herabstürzenden Sonne darstellt. Ein weiteres wichtiges Gebäude in Tulúm ist der „Templo de Los Frescos“ („Tempel der Fresken“), dem man aufgrund der Skulpturen und der Malerei große soziale und religiöse Bedeutung zumisst. Auf einem Hügel nahe dem Meer steht der „Templo del Dios del Viento“, der „Tempel des Windes“. Seine Bauweise, ein Raum auf einer halbrunden Basis, ist eher mayauntypisch. Weiterlesen »
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In Apulien befinden sich einige UNESCO Welterbestätten, die während eines Urlaubs alle auf ihre individuelle Art beeindrucken und zur Besichtigung äußerst empfehlenswert sind.

Von welcher Seite man sich dem Castel del Monte auch nähert. Der mächtige vollkommen symmetrische, achteckige Bau mit einen Kranz von ebenfalls achteckigen Türmen erscheint immer gleich. Die steinerne Krone Apuliens. Das Stauferkastell liegt in der Nähe von Andria auf einer Hügelspitze mitten in der kargen Landschaft und ist von weitem sichtbar.
Es wurde vom Kaiser Friedrich II in Auftrag gegeben und von 1240 bis um 1250 errichtet. Wahrscheinlich aber nie ganz vollendet.
Insbesondere der Innenausbau scheint nicht beendet worden zu sein. Auch der Zweck des Baus erschließt sich einem nicht so ganz. Um eine Burg zu sein fehlen die typischen architektonischen Details wie Festungsgraben, Verteidigungsanlagen und Zugbrücke. Für einen längeren Aufenthalt scheint das Kastell ebenfalls nicht zu genügen. Denn es finden sich keine Unterkünfte für Gesinde, Vorratskammern für Lebensmittel oder Stallungen. Hat es als Sternwarte gedient oder „lediglich“ um die Macht Friedrichs II. zu symbolisieren?
Wie auch immer sollte man dieses architektonische Meisterwerk auf jeden Fall einmal besuchen.
Um das Castel del Monte zu besichtigen muss man auf einem weiter unten gelegenen Parklatz für 5,- Euro ein Transfer- und Einlassticket erwerben. Mit dem eigenen Auto ist die Anfahrt nicht erlaubt. Das Burgschloss gehört seit 1996 zum UNESCO Weltkulturerbe.

Die Trulli (Rundbauten) von Alberobello prägen den Charakter dieser Stadt in der Provinz Bari. Weiterlesen »
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Wegen ihrer Lage an den drei Flüssen Donau, Inn und Ilz nennt man Passau die Dreiflüssestadt. Seit jeher wird das Leben in Passau an der Grenze zu Österreich vom Wasser geprägt. Leider nicht immer im Positiven. Regelmäßig wird Passau von Hochwassern heimgesucht. Zuletzt im Juni diesen Jahres als die Rekordflut einen katastrophalen Höchstwert erreichte – abzulesen an den historischen Markierungen am Rathaus.

Wir hatten uns entschieden, den besonderen Zauber des Stadt- und Landschaftsbildes zunächst auf einem Rundfahrtsschiff zu erleben und anschließend durch die sehenswerte Altstadt zu flanieren.
Die Altstadtkulisse formen malerische Plätze, hochaufragende Türme, verwinkelte Gassen und bezaubernde Promenaden. Hier befinden sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie der Stefansdom – mit 17.974 (!) Pfeifen und vier Glockenspielen besitzt er die größte Domorgel der Welt -, die bischöfliche Residenz, das Rathaus, Kloster Niedernburg, die ehemalige Jesuitenkirche St. Michael, die Pfarrkirche St. Paul, die historische Hofapotheke und die Künstlergasse Höllgasse. Am Dreiflüsseeck steht man dann inmitten eines faszinierenden Naturschauspiels.
Hoch über den Flüssen thront auf dem Georgsberg die Burg Veste Oberhaus, eine der größten erhaltenen Burganlagen Europas.
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Sylt lässt sich mit dem Fahrrad prima erkunden. Auch wenn der Wind gefühlt immer von vorne kommt – egal in welche Richtung man fährt. Für ungeübte Radler oder jene, die des Windes überdrüssig sind oder sich den Rückweg sparen wollen, werden jedoch zwei prima Alternativen angeboten:
An der Strecke kann man bequem die Tour abbrechen und in den Bus steigen, wobei man sein Rad hinten festzurrt. Oder man „leistet“ sich ein e-bike. Eine prima Sache, die dem Wind perfekt Paroli bietet und man im höchsten Gang gegen den Wind noch gute 30 km/h machen kann. Um’s vorweg zu nehmen: wir hatten beides realisiert. 🙂
Wir waren in Westerland recht zentral untergebracht und daher bot es sich an, einen Tag nach Norden zum Lister Ellenbogen und einen Tag nach Süden zur Hörnum-Odde zu radeln. Beide Touren sind etwa jeweils 50 Kilometer hin und zurück.
Entlang der Westküste geht es nach Norden durch herrliche Dünen-landschaften, unterwegs kommt man an einigen Sylter Sehenswürdigkeiten vorbei. „Seedüne“ oder „Dünental“ heißen hier die Wege. Vorbei an reetgedeckten Friesenhäusern erreichen wir dann Kampen mit dessen schwarz-weiß beringten Leuchtturm. Ab Kampen wird die Radtour landschaftlich richtig interessant. 300 m nach Ortsausgang sieht man schon die größte Erhebung der Insel, die Uwe-Düne. Natürlich mussten wir da rauf und genossen einen traumhaften Ausblick. Bei klarer Sicht zeigten sich uns hier sowohl die Nordsee als auch das Wattenmeer.
Kurz danach hat man einen unschlagbaren Blick auf das Tal des Naturschutzgebietes „Dünenlandschaft auf dem Roten Kliff“. Auch hier machten wir eine kurze Pause am Meer. Nun geht es das Tal hinab, dann gleich eine schöne Steigung hinauf in die bizzare Dünenlanschaft des Inselnordens. Hier türmen sich die bewachsenen Dünen besonders schön übereinander. Mit gutem Blick auf die Wanderdüne Sylts radelten wir weiter und ließen List zunächst mal links liegen – wollten wir doch Deutschlands nördlichsten Punkt, den Ellenbogen erreichen.
Der nördliche Abschluss von Sylt ist eine der schönsten Stellen der Insel. Hier ist Sylt noch sehr ursprünglich. Der Ellenbogen ist Naturschutzgebiet, und so finden sich nur wenige Spuren menschlicher Zivilisation: Zwei Leuchttürme aus dem 19. Jahrhundert und eine kleine Ferienhaussiedlung. Der Ellenbogen gehört zum Listland und ist damit Privatgelände. Die Erben des Listlandes verlangen an der Zufahrt zum Ellenbogen – nur für Autofahrer – eine Art Maut zur Instandhaltung der Straßen und den Dünenschutz. Die Wege führen durch die Dünen. In der Tat ist es dort wirklich sehr schön; bei einer kleinen (und einsamen) Strandwanderung konnten wir auch bis nach Dänemark blicken. Weiterlesen »
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Der „Golden Circle“ (isländisch „Gullni hringurinn“) ist eine der beliebtesten Reiserouten in Südwest-Island. Auf dieser etwa 300 km langen Rundtour, ausgehend von der Hauptstadt Reykjavík, kann man drei der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Insel in einem Tagesausflug besuchen. Diese sind der alte Parlamentsplatz Þingvellir, das Geothermalgebiet Haukadalur mit dem Geysir Strokkur sowie der Wasserfall Gullfoss.

Þingvellir hat in Island sowohl eine hohe kulturelle als auch geologische Bedeutung. Hier wurde bereits um 930 einmal jährlich die traditionelle gesetzgebende Versammlung Alþing abgehalten. Eines der ältesten Parlamente der Welt. Im Jahr 1000 wurde hier die Annahme des Christentums beschlossen, am 17. Juni 1944 die Republik Island ausgerufen.
Zudem brechen hier die eurasischen und nordamerikanischen Kontinentalplatten auseinander und entfernen sich pro Jahr ungefähr zwei Zentimeter voneinander. Der Nationalpark Thingvellir wurde 2004 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt. Wer durch die Schlucht wandert, kann die unermesslichen Kräfte der Natur erahnen, die hier am Werk waren.
Doch nicht nur oberirdisch bietet Thingvellir unvergessliche Momente. Durch das Auseinanderdriften der Kontinetalplatten entstand die Silfra-Spalte mit einem weit verzweigten Höhlensystem. Ein wegen der Lavafeldformationen und des kristallklaren Wassers beliebtes Schnorchel- und Tauchgebiet – uns war dies jedoch bei 2° C etwas zu frisch. 😉

Wir machten uns weiter auf den Golden Circle Weg zum Haukadalur mit seinen Geysiren. Das Geothermal-gebiet ist zur Straße hin eingezäunt. Es kann aber kostenfrei betreten werden. Nahe dem Haupteingang zum Geysirgebiet liegen einige Schlammtöpfe. Zahlreiche Löcher im Boden, aus denen kochendes Wasser sprudelt. Sie lassen erahnen, wie dünn die Erdkruste an dieser Stelle ist. In ihnen köchelt rötlicher oder grauer Schlamm vor sich hin.
Der Strokkur (zu deutsch: Butterfass) ist hier die Hauptattraktion. Etwa alle 5 bis 10 Minuten gibt es eine bis zu 35 m hohe Eruption einer Wasserföntane gemischt mit Dampf. Weiterlesen »
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